Was ist das Problem?

Die Bundesversammlung ist unser höchstes beschlussfassendes Gremium, allerdings passiert die Arbeit mit den Mitgliedern nicht auf Bundesebene sondern auf LV- und Stammesebene. Wie sollten also Entscheidungen im Bund getroffen werden?

Es passiert, auch bei sehr gut durchdachten Vorschlägen an die Bundesversammlung, dass die Versammlung Entscheidungen trifft ohne, dass die Delegierten die damit verbundenen "Konsequenzen" abschätzen können bzw. ohne, dass sie genau wissen was ihre Entscheidung für genaue Auswirkungen auf den BdP, den Landesverband, den Stamm und die einzelnen Gruppen hat oder haben kann.

In Vielen Fällen ist das durchaus richtig und wichtig. Jugendliche sollten sich nicht bis ins kleinste Detail mit jeglicher Art Finanz-Fragen auskennen oder auskennen müssen. An anderen Stellen könnte aber eine von der Bundesversammlung getroffene Entscheidung dem Verband ein Thema auf die Agenda setzen das der Großteil der Mitglieder möglicherweise anders priorisiert hätte.

Zu welchen Ergebnissen sind wir gekommen?

Entscheidungen im BdP müssten anders (um nicht zu sagen besser) vorbereitet werden. So könnten die Landesversammlungen als Gremium aus Vertreter*innen der Stämme Kernzielgruppe von Entscheidungen werden. Von der Bundesversammlung getroffene Entscheidungen würden so noch mehr Akzeptanz bei den Mitgliedern erlangen und der BdP könnte bei der Bearbeitung von Themen "an einem Strang" ziehen.

Passend dazu könnte die Ausrichtung und Programmatik zukünftig mehr aus der breiten Masse (d.h. den Landesverbänden) kommen und nicht „von der Spitze“ (also Vorschläge von BuVo/BL oder einzelnen Delegierten) mehr Graswurzelbewegung, mehr Basisdemokratie!

Dafür sollten Anträge  – wenn sie von Bundesseite kommen – aus dem BLT kommen. Hier braucht es u. a. andere Fristen, aber auch den Willen, gemeinsam miteinander an Projekten zu arbeiten (in beide Richtungen: von Landesvorständen in die Landesverbände rein und aus den Landesverbänden ins BLT)

Hebt man die Thematik auf eine Betriebswirtschaftliche Ebene könnte die Allegorie: Bundesversammlung als Aufsichtsgremium für den Bundesvorstand, der die Geschäftsführung ist ebenfalls passend sein. (Der Vergleich hinkt mag aber dem/der einen oder andere*n einen weiteren EInblick in unsere Überlegungen geben)

Wer sollte sich jetzt damit weiter beschäftigen?

Die neue Bundesleitung könnte sich im Zuge eines gemeinsamen "Bundesleitungskompass" unter anderem mit diesem Thema beschäftigen. Dabei könnte der AK Verbandsentwicklung organisatorisch unterstützen und die bisher gefundenen Ergebnisse der BL noch genauer zur Weiterarbeit zur Verfügung stellen.



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