Hi!

Wir sind die PG4: Freddy, Alex, steini und Julia.

Julia ist Bundesbeauftragte für politische Bildung, im Bundearbeitskreis Politische Bildung aktiv und ursprünglich aus dem LV Bayern.

Alex war stellvertretender Landesvorsitzender, LB Ausbildung und LB Politische Bildung im LV SH/HH.

steini ist Kontingentsleiter für das Korea Jamboree 2023 und rdp Delegierter beim Landesjugendring Baden-Württemberg, er kommt ursprünglich aus dem LV BaWü, gründet derzeit aber einen Stamm in Sachsen-Anhalt.

Was ist unsere Aufgabe?

Die PG4 beschäftigt sich im Rahmen der Verbandsentwicklung mit dem Themenfeld "Die Rolle des BdP im verbandlichen und jugendpolitischen Umfeld". Verbandlich meint dabei die Einbindung des BdP in seine Dachstrukturen, also das Verhältnis zum rdp und darüber bspw. zum DBJR (Deutscher Bundesjugendring). Gemeint ist aber auch das Verhältnis zu den anderen Pfadfinderbünden und -verbänden, wie etwas dem DPV (Deutscher Pfadfinderverband). Das jugendpolitische Umfeld meint hingegen die Frage, wie sich der BdP und seine Strukturen in den Gremien einbringen kann und soll, die für die Jugendarbeit von Bedeutung sind. Fokus unserer Überlegungen sollen also etwa die Kreisjugendringe sein, aber auch bspw. der Austausch mit den Gemeinden, in denen wir Stämme haben. Zu guter Letzt gehört zu unseren Aufgaben, dass wir uns Gedanken machen, inwiefern sich der BdP zu manchen Fragen politisch positionieren sollte.

Der Rahmen ist also, wie im Projekt der Verbandsentwicklung allgemein, denkbar weit gesteckt. 

Was haben wir bisher gemacht?

Als PG ist es uns bislang leider nicht gelungen, uns in Präsenz zu treffen. Die Pandemie hat uns regelmäßig einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber natürlich ist es auch unter normalen Bedingungen nicht gerade leicht, vier Menschen aus verschiedenen Ecken Deutschlands zusammenzubringen. Zum Glück gibt es Zoom! In vielen verschiedenen Sitzungen haben wir uns ausführlich darüber Gedanken gemacht, wie wir unserer Aufgabe gerecht werden können. Dabei war es für uns besonders wichtig, herauszuarbeiten, welche Themenfelder wirklich wichtig sind. Nachdem wir alle recht viel Erfahrung im Themenbereich der PG4 haben, konnten wir uns sehr schnell auf klare Sieger einigen. Wir haben uns außerdem mit einer Handvoll Fragen an der Umfrage zur Verbandsentwicklung beteiligt. (Eine detaillierte Auswertung steht bislang noch aus.)

Seitdem ist allerdings noch nicht so viel geschehen. In der letzten - leider auch nur digitalen - Gesamtsitzung des AK Verbandsentwicklung wurde sich auf einen neuen Arbeitsmodus im AK geeinigt. Auch wurden nochmal klare Ziele formuliert. Wir sind uns deshalb nun sicher, euch bald Ergebnisse präsentieren zu können!

Zu welchen Schlussfolgerungen sind wir bisher gekommen?

Einen ersten Überblick können wir euch gerne jetzt schon bieten.

Schwerpunkt ist für uns ganz klar die Befähigung aller Strukturen, also der Stämme, der Landesverbände und der Bundesebene, in einen produktiven Austausch mit politischen Akteur*innen zu treten. Was meinen wir damit? Wenn wir uns fragen, was im BdP passieren muss, damit er fit für 2040 ist, dann steht für uns fest, dass wir aktiver für unsere Interessen eintreten müssen. Hat ein Stamm bspw. kein Stammesheim, oder verändern sich die Schulregelungen in einem Bundesland so, dass Pfadfinderei quasi unmöglich wird, dann müssen wir selbst dafür einstehen, dass sich diese Situationen ändern. Konkret heißt das, dass wir gute Kontakte in die Rathäuser und die Ministerien brauchen. Wie man solche Kontakte aufbaut und pflegt, wollen wir uns in den kommenden Monaten überlegen. Und natürlich, wie man dieses Wissen in den BdP hinein vermitteln kann.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit der politischen Rolle des BdP. Wir beobachten, dass immer mehr Jugendliche und zum Teil auch Kinder aktiv für ihre eigene Vorstellung von einer guten und gerechten Zukunft eintreten. Wir beobachten aber auch, dass innerhalb des BdP viel Unsicherheit darüber besteht, wie ein solches aktiv werden mit dem eigenen Pfadi-Sein verbunden werden darf bzw. kann. Uns ist es deshalb ein großes Anliegen, klare Anhaltspunkte auszuarbeiten, wie sich beide Welten vereinen lassen, wie also Pfadfinden im BdP und Politik zusammengehören können. Dass man sie kaum getrennt denken kann, liegt dabei auf der Hand: Wenn wir uns als Pfadfinder*innen für die Gemeinschaft einsetzen wollen, in der wir leben, wenn wir Verantwortung übernehmen wollen, dann machen wir in gewisser Weise Politik. Warum ist dieses Themenfeld für uns eines, welches die Verbandsentwicklung betrifft? Die Antwort liegt darin, dass wir glauben, dass es Kindern und Jugendlichen nicht (mehr) reicht, bloß Objekt der politischen Gestaltung zu sein. Sie wollen selbst gestalten. Soll Pfadfinderei weiterhin einen geschützten Rahmen für die individuelle Selbstentfaltung bieten, dann gehört der gesellschaftliche Gestaltungsdrang dazu. 

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